Handwerker machen das Bauen so teuer wie noch nie

Immobilien Bauen: Die Entwicklung von Immobilienprojekten ist so teuer wie schon lange nicht mehr. Ein aktueller Bericht des Statistischen Bundesamts (April 2018) zeigt das eindeutig: Die Preise für Neubauten stiegen im Februar 2018 um 4 Prozent an. Einen so hohen Anstieg gab es seit 2007 nicht mehr.

Handwerker machen das Bauen so teuer wie noch nie (Foto: John Jones)
Handwerker machen das Bauen so teuer wie noch nie (Foto: John Jones)

Bauen wird so teuer wie noch nie

„Die Kosten fürs Bauen spiegeln sich auch in den steigenden Miet- und Kaufpreisen wider,“ erklärt Helmut Freitag von der Immobilienfirma GREAT AG. „Es lohnt sich also für alle Beteiligten, die Gründe für die steigenden Baupreise zu verstehen.“

Neben den steigenden Preisen für Grundstücke, werden nämlich auch Handwerksarbeiten immer teurer. Ob es sich um Vorarbeiten, den Rohbau oder andere Handwerker-Tätigkeiten handelt ist egal – jede dieser Arbeiten wurde kostenintensiver.

Vor allem die Rechnung von Erdarbeiten wurde in den letzen Jahren immer teurer. Die German Real Estate Asset Trust AG in Langenhagen bei Hannover beobachtete einen Anstieg von ganzen 6 Prozent im vergangenen Jahr.

Helmut Freitag erzählt auch vom Aufbau von Baugerüsten. Gerüstbaufirmen kosteten in Deutschland diesen Februar 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Tischler- und Metallarbeiten wurden im Schnitt 4 Prozent teurer.

Nachfrage nach Immobilien wächst

Das Angebot der Bauindustrie kann schlichtweg nicht mit der Nachfrage nach neuen Wohnungen mithalten. Daraus ergibt sich eine Preissteigerung für alle Handwerksberufe die beim Bauen eine Rolle spielen.

„So lässt sich auch die Verwunderung der Bauherren erklären,“ so Helmut Freitag von der GREAT AG. Ein Kostenvoranschlag von einem Projektleiter für Immobilienprojekte kann am Ende ohne Weiteres 20 Prozent teurer werden. „Inzwischen kann man die Preisentwicklung jedes mitwirkenden Handwerkers nur noch schwer vorhersagen.“

Bei großen Bauprojekten streut sich natürlich das Risiko. In der Zukunft wird es deshalb immer häufiger sogenannte ‚Appartments für die Masse‚ geben.

Wegen der hohen Nachfrage nach Immobilien können sich die Handwerker fast alles erlauben. Das ist verständlich und nachvollziehbar – doch so wird der Gesamtpreis wegen unvorhersehbaren Preiserhöhungen oft unangemessen teurer.

Helmut Freirag erklärt, dass sich nur noch sehr erfolgreiche, etablierte Immobilienfirmen und Bauherren dieses Risiko leisten können. Während in den frühen 2000ern ein Quadratmeter Wohnfläche noch für 124 Euro ausgebaut wurde, kostet die selbe Fläche inzwischen mehr als das Doppelte.

Beim Verkauf von Immobilien darf man deshalb kein einziges Detail vergessen. Helmut Freitag von der GREAT AG bei Hannover hat dafür eine Checkliste für den Immobilienverkauf erstellt.

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